KATSAUS

nennt sich seit der nun vorliegenden zweiten Ausgabe der Landesnachrichten, gemeinsam mit der DFG Hessen e.V. und der DFG Thüringen e.V. herausgegeben, der Beitrag von der der DFG Rheinland-Pfalz/Saarland e.V.

Die Beiträge zur 2. Ausgabe 2004:

Bonusbeiträge (nicht in der gedruckten Ausgabe):

Vappufeier Ahrtal
Unser Frühjahrsausflug ging diesmal zu den „KERAMISCHEN SKULPTUREN“ in die Eifel bei Königsfeld. Wir trafen uns am 02. Mai und wanderten entlang der Skulpturen. Am Ende des Weges hatten wir noch die Möglichkeit die Töpferei zu besichtigen, in der die Skulpturen hergestellt wurden. Danach saßen wir noch ein paar schöne Stunden zusammen. Fazit: es war mal wieder ein schöner Tag im Kreise der Finnlandfreunde und der Wettergott hatte auch ein Einsehen. denn es bleib trocken und die Sonne ließ sich sehen.
(Wolfgang Hammer)


Vappufeier Saarland
Das Gelände des historischen Schlosses „Karlsberg“ war das Ziel der Wanderung der Bezirksgruppe Saar.
23 Mitglieder, verteilt auf 3 Generationen,  trafen sich am 2. Mai, bei schönstem Frühlingswetter, in dem ehemaligen Jagdhof des ehemaligen Schlosses Karlsberg.
Nach einem kurzen Umtrunk erläuterte Frau Sybille Weber die Geschichte des Schlosses und seiner großzügigen Anlagen im Model und auch vor Ort. So konnten wir uns ein Bild von der ehemals riesigen Anlage machen.
Das Schloss wurde nach nur 18 Jahren Standzeit von den Franzosen bis auf die Grundmauern niedergebrannt.
Bei einem gemütlichen Grillfest im Garten von Outi + Klaus Pätzold, mit „Pirokken“, die Marion Becker ein paar Tage vorher aus Finnland mitgebracht hatte, Lachsbroten, Salaten und Grillwürstchen, klang der Tag dann „Vappu“ gerecht aus.
Das Treffen hat allen gut gefallen und Jaana Metzmann regte an, im Herbst gemeinsam eine Wanderung im Pfälzer Wald zu unternehmen.

Tervesin
Outi und Klaus


Kultursommer Rheinland-Pfalz

Die DFG Bezirksgruppe Koblenz beteiligte sich auf Einladung mit 2 Konzerten am Kultursommer-Programm:
1. Konzert:       12. Mai im Haus Mon-Tabor in Montabaur;
                        Veranstalter: Frauenchor Musica-Viva und die DFG Bezirksgruppe Koblenz
2. Konzert:       13. Mai in der Aula des Görres-Gymnasiums in Koblenz
                        Veranstalter: Görres-Gymnasium, Kulturamt der Stadt Koblenz und die
                        DFG Bezirksgruppe Koblenz
Es sang der Frauenchor PHILOMELA aus Helsinki unter der Leitung von Marjukka Riihimäki. Das erste Konzert wurde gemeinsam mit dem Frauenchor Musica-Viva gestaltet und im 2. Konzert spielte der renommierte Organist Prof. Peter Dicke zusammen mit PHILOMELA zum ersten mal nach der Renovierung die Orgel in der Aula des Görres-Gymnasiums.

Die Zuhörer dieser beiden Konzerte erlebten einen Konzertgenuss der absoluten Sonderklasse, der sie zu Begeisterungsstürmen hinriss. In der Presse fand man Leitartikel wie „Nachtigallen“ verzaubern Zuhörer. Dieser Chor trägt den Namen „Philomela“ (Nachtigall) zu Recht, oder: Wer beim Stichwort Finnland nur an Mücken, Formel-1 und Handys denkt der kennt Philomela noch nicht!

Mit Marjukka Riihimäki als Leiterin dieses Chores konnte man wunderbaren und traumhaft schönen Chorgesang vom Feinsten erleben. Was hat diese Frau, was andere Chorleiter/innen nicht haben? Ich glaube, dass ich seit dem sie mit Sibelius lukion in Koblenz war das nun immer genauer weiß: Sie hat neben ihrem ausgezeichneten fachlichen Wissen um die Stimme das Charisma - in diesem Fall für ihre Sängerinnen - so zu begeistern, dass solche großartigen Leistungen möglich werden. Die Sänger können und wollen einfach so singen. Das sind sie sich und Marjukka Riihimäki einfach schuldig.

Zahlreiche erfolgreiche Wettbewerbe, und das nun schon über Jahre in gewisser Regelmäßigkeit, bestätigen die Bereitschaft solche hervorragenden Leistungen zu erbringen.

Egal wie der Inhalt des Liedtextes gestaltet oder die Musik ausgelegt ist, man hat immer das Gefühl, das alles ein Ganzes ist. Zahlreiche Komponisten Finnlands haben Chorwerke geschaffen, die auf z.B. diesen Frauenchor mit seinem Willen immer an die Grenze des Machbaren zu stoßen, ausgerichtet ist. Erfreulich ist auch, dass PHILOMELA Komponistinnen in ihr Deutschlandprogramm aufgenommen hat, die speziell für PHILOMELA komponiert haben.

Stimmlich grenzt es oft an ein Wunder, was diese Damen in den einzelnen Liedvorträgen ihren Stimmen abverlangen können: Hier in einem schlichten Lied samtweiche Töne Sadelaula (Das Regenlied) bis hin zum Schreigesang in Minne kauneus katosi (Wohin verschwand die Schönheit?). Nie hat man das Gefühl, dass auch nur eine Sängerin an ihre Leistungsgrenze geht. Aus diesen 20 Frauenstimmen aller Stimmlagen formte Marjukka Riihimäki ein harmonisches Ganzes mit spannenden und überraschenden Akzenten und niemals in einen Klangbrei verflachend. Die faszinierten Zuhörer erlebten eine eigenwillige Inszenierung mit einer raumgreifenden Choreographie, die auch den Zuschauerraum mit einbezog, und eine Musik, die die für den deutschen Zuhörer ungewöhnliche finnische Sprache aufs Schönste zum Klingen brachte.
(Jürgen Schreckegast)        


Frühjahrswanderung „Rund um den Bopparder Hamm“

„Rund um den Bopparder Hamm“ gehört mit zu den beliebtesten Wanderrouten im Mittelrheintal, das seit gut einem Jahr zu den UNESCO-Welterben gehört.

Allmählich stellt sich heraus, dass es in der Bezirksgruppe Koblenz so etwas gibt wie den „Harten Kern“, z.B. für das Wandern. Leider stand dieser Tag wettermäßig unter keinem guten Stern, aber der „Harte Kern“ ließ sich trotz des Regens von dieser vielversprechenden Wanderung nicht abhalten. Mit 9 Personen startete man nach etwas Wetterbesserung 2 Stunden später als geplant. Zu Beginn dieser Wanderung war der schwerste Teil zu bewältigen. Es ging neben einer Seilbahn sehr steil („hochalpin“) bis zur Bergstation hinauf. Schon während des Aufstiegs, trotz dunkler Bewölkung, genossen wir den herrlichen Ausblick auf das Rheintal und die Stadt Boppard.

Nach der Bergstation empfing uns – nun auf der Höhe bleibend - auf dem neu hergerichteten Wanderweg erst einmal dunkler Wald. Aber schon nach 2 km erreichten wir die Gaststätte „Vierseen-Blick“. Von hier aus hat der Wanderer einen sehr schönen Ausblick auf das Rheintal. Hier fließt der Rhein in einem großen Bogen von ca. 180° (altdeutsch: Hamm) aus Ost nach West und wieder nach Ost. Die bewaldeten Hänge versperren dem Wanderer dabei teilweise den Blick auf den Rhein, so dass man glaubt vier Seen zu sehen.

Weiter führte uns der Weg auf gleicher Höhe westlich weg vom Rheintal zur „Engelseiche“, dann wieder östlich durch herrlichen Wald zum Golf-Hotel „Jacobsberg“ und von da aus in südlicher Richtung direkt auf das wohl bekannteste Weinanbaugebiet in Steillage im Mittelrheintal, dem „Bopparder Hamm“ zu. Der Weg zurück durch die Weinberge nach Boppard bot noch schöne Ausblicke auf das Rheintal. In einem Cafe-Restaurant ließen wir diese erlebnisreiche Wanderung gemütlich ausklingen.
(Jürgen Schreckegast)


Reformen in Finnland und Deutschland

Als großer Finnland-Fan sehe ich seit 30 Jahren, wie Neuerungen und Reformen dort offensichtlich recht einfach durchgezogen werden, während sie hier zu Lande erst noch ewig diskutiert und meist blockiert werden oder zumindest unnötig lange verzögert, bis der Fortschritt sich dann am Ende doch durchsetzt.

In Finnland habe ich schon Mitte der 70-er Jahre diese Selbstbedien-Obstwaagen in den Supermärkten gesehen. In Deutschland fing man mehrere Jahre später erst mal an zu diskutieren, ob das denn überhaupt hygienisch genug ist.
Zur gleichen Zeit habe ich in Finnland auch die ersten Geldautomaten gesehen. In Deutschland kam erst mal eine große Diskussion auf, zu welchen Arbeitsplatzverlusten diese Automaten führen könnten. Eingeführt wurden sie dann doch, und wer ist nicht froh darüber, überall Bargeld zur Verfügung zu haben?
In Finnland wurde schon während der 70-er Jahre die 1-Penni-Münze (Wert 1/3 Pfennig) abgeschafft, später die 2-er und dann auch die 5-er-Münze. In Deutschland wurde immer wieder diskutiert die Pfennigmünze abzuschaffen, weil ihre Produktion teurer war als ihr Wert. Es wurde nie gemacht, die Bedenkenträger und Sentimentalisten verhinderten es. In Finnland jedoch benutzt man konsequenterweise jetzt auch keine 1- und 2-Cent-Münzen, sehr praktisch!

Postleitzahlen - OK, die waren in Finnland schon immer 5-stellig. Was gab es in Deutschland für ein Geschrei, alle wollten die 4-stelligen Nummern behalten. Jetzt kräht kein Hahn mehr danach. Und die Ostdeutschen regten sich auf: sie fühlten sich herabgesetzt, weil ihre Zahlen mit einer Null beginnen sollten. Kein Problem für die Finnen: die Postleitzahl von Helsinkis Zentrum ist 00100 - sogar zwei Nullen! Inzwischen haben die Finnen sogar noch ihre Vorwahlnummern reformiert.
Schon Mitte der 90-er Jahre konnte ich in vielen finnischen Supermärkten bis 20 Uhr einkaufen. Heutzutage sogar sonntags mehrere Stunden lang. Oben, wo Finnland an Schweden grenzt und wo auch die Zeitzone zwischen MEZ und OEZ verläuft, sahen sich die finnischen Ladenbesitzer sogar veranlasst abends bis 21 Uhr zu öffnen, weil sonst alle Kunden abends nach Schweden zum Einkaufen fuhren. Bei uns sidn Ladenöffnungszeiten jedoch immer noch ein Thema das die Gemüter erhitzt.
Schließlich die Länderreform. Wir diskutieren immer wieder mal, Bundesländer zusammenzulegen und dadurch viel Geld zu sparen. Was kommt dabei heraus? Nichts. Finnland hat dies jedoch vor ein paar Jahren durchgezogen: aus 12 lääni wurden 5. Irgendwie sind die Finnen reformfreudiger wie wir, davon könnten wir uns eine dicke Scheibe abschneiden!

Und zu guter Letzt der Anlass für diese Aufstellung: die Rechtschreibreform. Auch hier das gleiche Bild: während die Finnen ihre Rechtschreibung bereits vor langer Zeit so gründlich reformiert haben, dass es absolut nichts mehr daran zu reformieren gibt (wer finnisch gelernt hat weiß dieses einfache Regelwerk zu schätzen), tun wir Deutschen uns mit unserer aktuellen Rechtschreibreform immer noch ziemlich schwer. Da wird diskutiert, lamentiert und sogar boykottiert. Dabei ist zumindest die Sache mit dem ß ganz einfach und logisch, deshalb möchte ich sie hier noch einmal verdeutlichen.
Es beginnt mit den vielfältigen Regeln wie man kennzeichnet, ob ein Vokal lang oder kurz ausgesprochen wird. Einzelne Vokale vor einzelnen Konsonanten werden fast immer lang ausgesprochen (Ware, Plage), oft werden lange Vokale auch durch Verdoppelung (Haare, Seele) oder durch ein h gekennzeichnet (Bahre, Kehle). Kurze Vokale erkennt man dagegen an den dahinter stehenden doppelten Konsonanten (Knarre, Pappe). Was ich gerade anhand der Konsonanten r und p gezeigt habe, müsste eigentlich prinzipiell auch für das s gelten. Leider gibt es hier eine weitere Schwierigkeit: das einzelne s steht meistens für ein stimmhaftes s (Vase) und das doppelte für ein scharfes, stimmloses s (Wasser). Was aber, wennn ein langer Vokal auf ein stimmloses s trifft? Dann wird, wie oben gezeigt, ein einzelner Konsonant benötigt. Ein einzelnes s kann man nicht nehmen weil es stimmhaft ist, also benötigt man einen völlig neuen Buchstaben: aus diesem Grund gibt es das ß (Straße).
Als meine finnische Brieffreundin Taina vor vielen Jahren deutsch lernte hatte sie große Probleme mit dem ß, bis ich ihr die Sache mit den langen und kurzen Vokalen erklärte. Ihr leuchtete alles sofort ein und sie bedauerte, dass ihr Lehrer ihnen das nicht gleich beigebracht hatte. Um die Sache nicht komplizierter zu machen verzichtete ich allerdings auf den Hinweis, dass es bei einsilbigen Wörtern leider Ausnahmen gab: Während ein Teil der einsilbigen Wörter sich an die obigen Regelungen hielt (langer Vokal, scharfes s: "Gruß" wird folgerichtig mit ß geschrieben, wichen andere davon ab: "Kuss" wurde ebenfalls mit ß geschrieben, obwohl ein stimmloses s auf einen kurzen Vokal folgt. Aus welchem Grund das so war entzieht sich meiner Kenntnis. Logisch nachzuvollziehen war es jedenfalls nicht, sondern bestenfalls historisch zu erklären.
Diese Abweichung wurde nun durch die Rechtschreibreform endlich beseitigt! Jetzt werden auch fast alle einsilbigen Wörter genau wie ihre Ableitung geschrieben:
grüßen - Gruß, spaßig - Spaß
grasen - Gras, lesen - er las
küssen - Kuss, Nässe - nass
Ist das nicht wunderbar einfach und konsequent? Mir fällt nur eine einzige Ausnahme ein: Bus - Busse. Es wird wohl der nächsten Rechtschreibreform zu überlassen sein, dass man dann konsequenterweise "Buss" schreibt. Ich weiß nicht, warm Rechtschreibreformen immer wieder Ausnahmen übrig lassen. Als bei einer der vorigen Reformen das h hinter "That" und "Thür" wegrationalisiert wurde blieben "Theke" und "Thron" davon verschont. Das ist unerklärlich. Solche Ausnahmen müssen jeden Ausländer der deutsch lernt verzweifeln lassen. Wie einfach haben wir es dann doch, wenn wir finnisch lernen!

(Paul Lenz; aus Kipinä - Landesnachrichten der DFG Niedersachen e.V. Nr. 106 II/2004)


Tietomaa

Hallo, ich bin Henna. Ich studiere Germanistik an der Universität Oulu und gehöre zu einer Gruppe von Studenten, die im Rahmen eines Projektunterrichts das Themenheft "Oulu" erarbeitet hat. Es ist unser Versuch, die Stadt Oulu vorzustellen.
Zunächst haben wir, meine Kommilitonen und ich, in der Universität einiges Wissenswerte zu Oulu über Internet, Handy oder eMailing sammeln und vorstellen können. Der Weg von der Universität in die Stadt ist nicht weit und so lade ich Sie heute bei meiner Rundreise zu einem Stadtbummel ein

Wer Oulu besucht, sollte sich das Wissenschaftszentrum Tietomaa keinesfalls entgehen lassen. Es liegt nicht weit vom Zentrum entfernt und ist attraktiv für einen Tagesbesuch, und zwar für die ganze Familie, jeder findet etwas für sich. Da gibt es Wissenschaft zum Anfassen für Groß und Klein. Das Wissenschaftszentrum in der Stadtmitte ist die größte Touristenattraktion in Oulu. Es bietet für alle Altersgruppen unvergessliche, spannende Erlebnisse und Freude am Verstehen von Technik und Wissenschaft. Verschiedene Themenausstellungen und über 190 Schauplätze garantieren, dass der Tag fast zu schnell verstreicht, während man all die Angebote nutzt. In Tietomaa kann man etwa einen Skisprungsimulator erproben, Phänomene der Physik untersuchen, auf dem Fakirbett liegen, seine Reaktionsgeschwindigkeit testen und vieles mehr!
Das Ziel von Tietomaa ist es, Leistungen und Fortschritte der Wissenschaft und Technik auf unterhaltende und interessante Weise zu präsentieren, auch für Kinder. Tietomaa war das erste Wissenschaftszentrum in Finnland und feierte im Jahr 2003 bereits sein 15-jähriges Bestehen. Jahr für Jahr kommen Zehntausende, um sich die Attraktion nicht entgehen zu lassen. Wer es besucht hat, hat keine Berührungsängste mehr zu Wissenschaft und Technik. Die heißen Saisonmonate sind der Mai und der Juli.
Das Wissenschaftszentrum ist ein ideales Reiseziel für Familien und über 50 Prozent der Besucher sind tatsächlich auch Kinder. Neben der beliebten Kinderausstellung "Hoksotin" bietet Tietomaa auch für Erwachsene wunderbare Erfahrungsmöglichkeiten, z. B. bei der Sportausstellung, die als Sonderausstellung so beliebt war, dass sie zu einer der festen Ausstellungen wurde. Dort kann man sich in einer Simulation als Torwart oder Skispringer erproben und Laufgeschwindigkeit, Armkraft oder Sprungkraft testen. Eine eigene Ausstellung bietet die Möglichkeit, sich selbst zu untersuchen und etwa das Bildgedächtnis zu testen oder man kann sein eigenes stattliches Profil ausdrucken lassen.
Schon das Gebäude des Wissenschaftszentrums Tietomaa mit dem 45 Meter hohen Aussichtsturm ist sehenswert. Es ist eine ehemalige Lederfabrik mit einem Wasserturm aus der 1920er Jahre. Das neuere Gebäude, wo sich ein Riesenkino mit Finnalnds größter Leinwand findet, wurde im Jahr 1988 gebaut. Neben den Themenausstellungen kann man natürlich auch dieses Riesenkino mit seinen wechselnden Präsentationen besuchen. Zur Zeit wird eine spannende Dokumentation über Alaska vorgeführt. Im April 2004 ist wieder ein neuer Film an der Reihe. Im Tietomaa-Shop im ersten Stock kann man schließlich kleine Geschenke und Mitbringsel kaufen oder sich im Cafe-Restaurant Saturnus erholen.
Tietomaa ist nicht zuletzt auch für Unternehmensgäste und Gruppenveranstaltungen ein geeigneter Rahmen. Es bietet mit seinem großen Auditorium eine wunderbare Umgebung für Konferenzen und Schulungsveranstaltungen. Aus den Dienstleistungen des Wissenschaftszentrums lässt sich zudem leicht ein Programm für Abendveranstaltungen zusammenstellen.
In Tietomaa gibt es immer wieder etwas Neues. Jedes Jahr werden neben den festen Ausstellungen mindestens zwei große Neuheiten in Ausstellungen geboten. Im Dezember 2003 wurde etwa eine Ausstellung eröffnet ("Loistata - näyttely valosta"), bei der man interessante Fakten über das Licht erfahren kann. Man kann die UV-Strahlenmenge verfolgen, Nachtsichtgeräte ausprobieren und mehr. Im Februar 2004 öffnete die Ausstellung "Kommunikation" und am Ende des Jahres kommt die Ausstellung "Große Erfinder". Das Hauptereignis im Jahr 2004 ist jedoch am 19. November die Eröffnung einer von der EU finanzierten interaktiven Großausstellung "Oulu Expo", wo die Ouluer Hochtechnologie mit ihren Innovationen in den Sektoren Informationstechnologie, Gesundheit und Wohlstand, Umwelt und Medien präsentiert werden soll. Die Ausstellung ist frei für alle und findet im Erdgeschoss von Tietomaa statt. Weitere Informationen findet man auf den Internetseiten www.tietomaa.fi.

(aus Landesnachrichten der DFG Nordrhein-Westfalen e.V. Mai 2004 / Nr. 114)



Kunstfestival für Kinder und Jugendliche in Hämeenlinna

Das bedeutendste finnische Festival für Kinder bringt im kommenden Sommer (vom 3. - 8. August 2004) Kunst und Kultur aus den nordischen Regionen nach Hämeenlinna. Zum Festival werden nordische Gäste u.a. aus Grönland, von den Färöern, aus China und aus einer Region östlich des Urals erwartet. Versprochen werden außerdem Uraufführungen als auch mannigfaltige Möglichkeiten zur gemeinsamen Betätigung von ganzen Familien. Auf dem Burgberg des Kontinents wird eine neue Jahreszeitenkantate uraufgeführt werden. Am Morgen des letzten Festivaltages werden 100000 kg Sand auf dem Marktplatz von Hämeenlinna abgekippt, damit ein einzigartiger und spannender Familien-Sandburgenbau-Wettbewerb stattfinden kann.

Das Kunstfestival für Kinder und Jugendliche in Hämeenlinna versetzt die Kinder nun den zweiten Sommer in die Hauptrolle als Kulturmacher und Kulturnutzer. Während des Festivals ist Pikku G zu erleben und kann das Sibelius-Spiel gespielt werden. Der Meister verbrachte ja seinerzeit seine ganze Kindheit in Hämeenlinna. Hippalot stellt auch gleichzeitig die Frage, in welche Kultur wir unsere Kinder hineinwachsen lassen sollen. Eine stärkere Wechselswirkung zwischen Kindern und Erwachsenen ist eines der wichtigsten Ziele des Festivals.

Hippalot 04 erobert im kommenden Sommer den neuen Burgberg. Der neueste Teil der von Kari Rydman komponierten und von Eero Ojanen getexteten Jahreszeitenkantate erlebt seine Uraufführung auf dem Burgberg des Kontinents. Als Abschlusskonzert des Festivals gibt es die Aufführung "Kinder des Windes und der Melodie", ein Auftragswerk für Hippalot (Drehbuch und Regie: Tuovi und Marko Putkonen). Sechs Tage lang bietet das Festival zahlreiche Begegnungen ind er Welt von Theater, Tanz, Musik und Bildender Kunst. Auf dem Programm stehen weiterhin das Lelupiknikki (Spielzeugpicknick), das im vergangenen Jahr große Beliebtheit erlangte und im kommenden Sommer gleichzeitig ein eigenes Wunschkonzert für Kinder ist. Die Musik bei Lelupiknikki ist Sache von Marjatta Meritähti und Kosti Kotiranta.
(aus Revontulet/Nordlicht 2/2004 der LVs Berlin-Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt)


Finnische Post bietet individuelle Briefmarken an

Seit einiger Zeit bietet die Finnische Post eienn neuen Service an: Die individuell gestaltete Briefmarke! Die Verfahrensweise ist recht einfach. Man schickt ein Digitalfoto mit einer Auflösung von 480x640 Bildpunkten als JPEG-Datei an das finnische Briefmarkenzentrum. Das Motiv kann man frei wählen. Vom Selbstporträt, einen lieben Verwandten über das eigene Auto bis zum Haushund ist alles möglich. Die Datei darf jedoch nicht mehr als 1,5 MB groß sein. Die Briefmarken mit dem Wunschbild werden dann durch das Briefmarkenzentrum in einer Wertpapierdruckerei gedruckt und an den Kunden verschickt. Der Preis setzt sich aus den Bearbeitungskosten und dem Wert der Marke zusammen. De Service der finnischen Post ist nach der Registrierung als Kunde und Vergabe einer Zugangskennung und eines Paßwortes nutzbar.

Die finnischen Briefmarken-Neuheiten sind eine Sondermarke zum 150. Geburtstag von Albert Edelfelt, einem finnischen Maler, im Wert von 0,65 Euro sowie ein 6-teiliger Satz mit Grafiken von Waldtieren. Die Marken werden im Internet unter http://puoti.pmk.posti.fi gezeigt.
(aus Revontulet/Nordlicht 2/2004 der LVs Berlin-Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt)